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    10 Fun Facts rund ums Thema Fahrrad

    Sophia Willmes
    Sophia Willmes
    8. Nov. 2023 7 Min.
    10 Fun Facts rund ums Thema Fahrrad

    Schon gewusst?

    Oh, ihr denkt ihr seid Bike-Expert:innen? Wisst alles über Federwege, Rahmengeometrien und Übersetzungsverhältnisse? Könnt die letzten vier Tour de France (Femmes) Gewinner:innen nennen und die der UCI Weltmeisterschaften gleich dazu? Respekt! Aber wetten, dass ihr diese 10 Fun Facts übers Fahrrad(-fahren) noch nicht kennt?

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    Auf buycycle muss keine:r Bike-Expert:in sein. Nicht nur, weil es bei uns das richtige Fahrrad für jedes Niveau gibt. Sondern auch, weil wir alle wichtigen Fakten, Erklärungen und Tipps für euch jederzeit parat haben. Auf dem Blog und auf unserem YouTube-Kanal. Durchstöbern, mehr entdecken, schlauer werden!

    1. Leonardo da Vinci war NICHT der Erfinder des Fahrrads.

    Im Skizzenbuch "Codex Atlanticus", das der Künstler zwischen 1480 und 1510 anfertigte, liegt eine Zeichnung bei, die dem heutigen Fahrrad ziemlich ziemlich ähnlich sieht... Wirklich gebaut wurde dieser Prototyp aber nicht - was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass Historiker:innen mittlerweile entdeckt haben, dass besagte Zeichnung definitiv erst um 1960 von einem italienischen Mönch angefertigt wurde. Wohl nach Vorbild des Originals. Bloß ist das scheinbar verloren gegangen...

    das "erste" Fahrrad von da Vinci - oder doch einfach von einem unbekannten Mönch?

    Wer nun aber genau Pionier:in unseres liebsten Transportmittels ist, darüber wird gestritten. Vor allem aufgrund der Frage, welcher der zahlreichen Prototypen und Patente, die sich spätestens ab 1791 ansammeln, nun wirklich schon ein "Fahrrad" war oder doch nur eine halbwegs fahrradähnliche Zweirad-Konstruktion.

    Comte de Sivrac stellte 1791 in Paris ein rollenartiges Fahrrad vor, das man aber nicht lenken konnte. Baron Karl Drais legte 1817 mit seinem Modell noch einen Sattel und (funktionierenden) Lenker obendrauf und spätestens ab 1960 und dem Fahrrad von Pierre Lallement kann man wirklich von einem ersten "Fahrrad" im heutigen Sinne sprechen. Wer nun genau der Erste war, das steht nicht fest. Da Vinci war es jedenfalls nicht.

    die Prototypen von de Sivrac, Drais und Lallement (von links nach rechts)

    2. Das erste Mountainbike wog 35 kg.

    Ok, das Fahrrad als ganzes haben die Italiener:innen also nicht erfunden. Das Mountainbike aber schon: Italienischem Fahrradhersteller (und heutiger Ikone) Bianchi haben wir Federungen am Fahrrad zu verdanken. Zu Beginn des ersten Weltkriegs war Bianchi bereits gut im Geschäft - knappe 45.000 Fahrräder verließen jedes Jahr die mailändische Fabrik. Das italienische Militär beschloss auf diese Expertise zu vertrauen und beauftragte das Unternehmen 1912 damit, Militärfahrzeuge herzustellen. Das Resultat? Ein vollgefedertes Fahrrad mit Befestigungsmöglichkeiten für Gewehre und sonstige Waffen für die Bersaglieri, die Fahrrad-Infanterie. Es wog zwar 35 kg, aber hey: Es war das erste Mountainbike.

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    3. Das längste Fahrrad der Welt stiehlt so mancher Schwimmbahn die Show.

    Ganze 47.5 m misst ist es nämlich und ging 2020 in das Guiness Buch der Rekorde ein. Anforderung war, dass das Fahrrad nur zwei Räder haben darf (offensichtlich) und mindestens 100 m gefahren werden kann, ohne, dass die Fahrer:innen absteigen müssen oder ihre Füße den Boden berühren. Der letzte Rekord ging an den australischen Bernie Ryan und war ein wahres Familienunterfangen. Bernie hatte das Fahrrad designt und gebaut, seine Frau Ruth lenkte es und Sohn Trent hatte die Mammutaufgabe übernommen, es über die 100 m Linie zu strampeln.

    links: Bernie Ryan und sein Fahrrad, rechts: der ehemalige Rekordhalter der University of South Australia

    Respekt, wem Respekt gebührt. Kleine Kritik von uns aber: Aus einer Design-Perspektive hätte das 47.5 m lange Fahrrad noch eine Schippe drauflegen können - so ähnelt es doch arg einer zwischen zwei Rädern geklemmten Fachwerkträger. Da sind die letzten Rekordträger:innen (41.4 m)der University of South Australia doch etwas kreativer gewesen.

    4. Das teuerste Rad der Welt schrammt knapp an der Tierquälerei vorbei.

    Britischer Ausnahmekünstler Damien Hirst ist bekannt für seine Arbeit mit Tieren. Für sein Werk The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living landete ein ganzer ausgestopfter Hai in einem mit Formaldehyd gefüllten Glaskasten, für Away from the Flock wurden ausgestopfte Schafe im selben Setup in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt. Und für Lance Armstrongs Butterfly Bike heftete der Künstler unzählige Flügel von echten Schmetterlingen an ein Trek Madone, mit dem die amerikanische Radikone die letzte Etappe der Tour de France 2009 bestritt und regelrecht über die Ziellinie flog - pun intended. Das Fahrrad wurde später vom Auktionshaus Sotheby's für wuchtige 500.000 Dollar versteigert.

    Ob extra Schmetterlinge dafür getötet wurden, ist unklar. Es ist aber nicht so, als ob Hirst keine dunkle Vergangenheit mit den Tieren hätte: Für die Ausstellung In and Out of Love von 1991 füllte der Künstler einen ganzen Raum mit weißen Leinwänden, auf denen echte Schmetterlingskokons befestigt waren. Während der Dauer der Ausstellung schlüpften Tausende der Tiere, flatterten durch den Raum, ernährten sich von verrottetem Obst, paarten sich, legten neue Eier - und starben zuhauf aufgrund der widrigen Bedingungen des kleinen Raumes.

    5. Tour de France Sieger fahren durchschnittlich 40 km/h.

    Zweifacher Tour de France Gewinner Jonas Vingegaard hatte während der Tour 2022 eine sagenhaften Durchschnittsgeschwindigkeit von 42.03 Stundenkilometern. Auf einer Strecke von 3.344 Kilometern. Das beeindruckende daran ist nicht nur, dass er den bisherigen Rekord von Lance Armstrong brach, der ja damals immerhin unter dem starken Einfluss leistungssteigernder Doping-Mittel stand, sondern auch, dass sich die Durchschnittsgeschwindigkeit bei der Tour de France damit in den letzten 100 Jahren beinahe verdoppelt hat. In den 1920er betrug die nämlich nur 25.5 Stundenkilometer.

    6. Fahrradfahren kostet 16 mal weniger als Autofahren.

    Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zu berechnen, wieviel einzelne Verkehrsarten uns kosten, ist ein ziemlich kompliziertes Unterfangen, aber keines, dem das deutsche Bundesumweltamt nicht gewachsen ist. 2017 kam es nämlich zu dem Ergebnis, dass jeder mit dem Auto zurückgelegte Kilometer die Gesellschaft 5,66 Cent kostet. Jeder mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer jedoch nur 0,39 Cent.

    Darin verrechnet sind nicht nur Kosten für Anschaffung, Sprit oder Reparaturen, sondern auch externe Kosten wie die der Umweltfolgen von Auto- und Fahrradfahren (Smog, Feinstaub, Lärm und daraus resultierende Gesundheitsschäden wie Stress oder Tinnitus), Kosten für Gebäude- und Materialschäden, für Ernteausfälle und Biodiversitätsverluste (allesamt verursacht durch übermäßige Emissionen), aber auch Banaleres wie Straßenbau und die Herstellung, der Transport und die Entsorgung von Straßenschildern. Und da wird klar: Das Fahrrad spart uns als Gesellschaft ordentlich Geld und Sorgen ein.

    7. So manches Luxus-Fahrrad ist günstiger als das neue S-Works.

    Haute Couture und Fahrräder haben jetzt per se nicht viel miteinander am Hut. Trotzdem lugen die großen Modehäuser in den letzten Jahren mit immer mehr Begeisterung in die Fahrradwelt und möchten mitmischen. Dieser Neugier und Faszination am Design "Fahrrad" verdanken wir Couture-Bikes von Chanel, Dolce Gabbana, Louis Vuitton oder die Kollaboration von Van Moof und Loewe. Das Ironische daran?

    von links nach rechts: Fahrräder von Louis Vuitton, Loewe und Chanel

    Obwohl diese Häuser für grenzenlosen Luxus, Extravaganz und Wohlstand bekannt sind, wird so manche:r Fahrradenthusiast:in positiv überrascht von den Preisen dieser Fahrräder sein: Das Gucci x Bianchi Bike war damals für 8.500 Euro erhältlich, ein Fahrrad von Birkin-Erfinder Hermès für nur 8.100 Euro. Das ist viel Geld, klar. Ein Specialized S-Works SL 8 kostet aber je nach Ausführung mal eben das Doppelte.

    von links nach rechts: Fahrräder von Hermès und Gucci

    8. Die schnellste Radfahrerin der Welt schlägt jeden durchschnittlichen PKW.

    Seit September 2018 hält die US-amerikanische Radsportlerin Denise Mueller-Korenek den Weltrekord für die schnellste jemals erreichte Geschwindigkeit auf einem Fahrrad. Im Windschatten fuhr sie unglaubliche 296 km/h. So schnell ist eine Boeing kurz vor dem Abheben.

    Wie das funktioniert? Für solche Extremgeschwindigkeiten wird ein eigens konzipiertes Fahrrad hergestellt, dessen Gänge so hart sind, dass es erstmal von einem Fahrzeug auf 150 km/h gebracht werden muss, bevor Fahrer:innen das Zugseil lösen und ab dann selbst beschleunigen können. Für den bei solchen Geschwindigkeiten unbedingt benötigten Windschatten fährt ein Pacecar vor dem Fahrrad, das von professionellen Rennfahrer:innen gefahren werden muss - und zwar immer nur wenige Zentimeter vor den Sportler:innen. Dass es absolut lebensgefährlich ist, bei knappen 300km/h auf dem Fahrrad so nah hinter einem Auto herzurasen, sollte klar sein. Umso verrückter also Mueller-Korenek's Rekord.

    9. Ein einzelnes Fahrrad allein ist schon Kultobjekt. Nimm 3.144 davon und du schreibst Kunstgeschichte.

    Der chinesische Konzeptkünstler und Menschenrechtler Ai Wei Wei bedient sich ab 2008 immer wieder Fahrrädern für seine Installationskunstwerke. Das erste Mal war es für das Werk Very Yao, bei dem er 760 Fahrräder übereinander stapelte und zu einer gigantischen Skulptur verarbeitete. Für die verschiedenen Versionen der Installation Forever Bicycle bleibt er dieser Idee treu und nutzt abermals Fahrräder, um neue Interpretationsformen der chinesischen Sozialgesellschaft zu eröffnen.

    10. Es gibt mehr als 1 Milliarde Fahrräder auf der Welt.

    Und das bei mehr als 8 Milliarden Menschen. Doch nicht so viel, wie man zunächst denken würde, oder? Vor allem in Hinblick darauf, dass ein paar von euch mal eben so fünf Stück besitzen.

    Die meisten Fahrräder gibt es tatsächlich in China, hier sind es mehr als 450 Millionen, kurz gefolgt von den USA und Japan mit 100 bzw. 75 Millionen.

    Bei uns auf buycycle.com gibt es aktuell etwas mehr als 17.000. Und ob Road, Gravel oder Mountainbike: Das richtige für euch ist bestimmt in der Auswahl mit dabei - Pre-owned, in top Zustand und für bis zu 60% günstiger. Ein bisschen Stöbern durch unsere Website lohnt sich also immer, und wenn ihr eines von euren fünf Bikes verkaufen möchtet, dann geht das bei uns genauso sicher, schnell und unkompliziert wie das Kaufen eines Fahrrads. Bei Fragen rund um unsere Top 10 Fahrradfakten oder unsere Plattform ist das buycycle Team jederzeit für euch da und für mehr Informationen rund ums Thema Fahrrad, ist unser Blog die bestmögliche Anlaufstelle. Wir wünschen euch nun erstmal, wie immer: Happy browsing, happy cycling!